Nach zwei intensiven Ausbildungstagen in der Landesfeuerwehrschule Tirol zieht das Sachgebiet Vegetationsbrandbekämpfung und Flugdienst eine äußerst positive Bilanz. Neben aktuellen Fachthemen, taktischen Erkenntnissen und innovativen Lösungen stand vor allem eines im Mittelpunkt: die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Gemeinsam für eine starke Einsatzorganisation
Ende Juni fanden in der Landes-Feuerwehrschule Tirol zwei intensive und praxisorientierte Ausbildungstage des Sachgebiets Vegetationsbrandbekämpfung und Flugdienst statt. Ziel der Veranstaltung war es, das aktuelle Fachwissen zu vertiefen, neue Entwicklungen vorzustellen und den kameradschaftlichen Austausch innerhalb des Sachgebiets zu fördern.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der klaren Abstimmung und Aufgabenverteilung zwischen den Bereichen Vegetationsbrandbekämpfung und Flugdienst. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Nur durch das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten können komplexe Einsatzlagen erfolgreich bewältigt werden.
Das abwechslungsreiche Ausbildungsprogramm umfasste zahlreiche aktuelle und einsatzrelevante Themen. Behandelt wurden unter anderem die Feuerwehr-Gesamteinsatzleitung, die fliegerische Einsatzleitung sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzabschnitte. Besonders wertvoll waren die taktischen Erkenntnisse aus den Großbränden im Lesachtal und am Eisbach bei Graz, aus denen wichtige Lehren für zukünftige Einsätze gezogen werden konnten.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung des Feuerwehrportals mit der digitalen Lagekarte. Die vielseitigen Funktionen dieses modernen Führungsunterstützungssystems bieten wertvolle Unterstützung bei der Einsatzführung und wurden den Teilnehmern praxisnah vermittelt.
Im Rahmen einer Gruppenarbeit erarbeiteten die Teilnehmer außerdem Vorschläge für die zukünftige Zusammensetzung von KAT-Zügen „Waldbrand“. Die Ergebnisse werden dem Sachgebiet Katastrophenhilfsdienst als Empfehlung zur weiteren Bearbeitung übermittelt.
Großes Interesse weckte auch die Präsentation eines von Wolf Matthias (FF Zirl) entwickelten Programms zur vereinfachten Dokumentation von Hubschrauber-Rotationen sowie Wasser-, Material- und Lastentransporten. Die Anwendung wird nun den Flugdienststützpunkten zur Erprobung zur Verfügung gestellt und soll künftig die Dokumentation im Einsatz wesentlich erleichtern.
Den Abschluss bildete ein zweistündiges Planspiel, bei dem die Teilnehmer in unterschiedlichen Führungsfunktionen – von der Feuerwehr-Einsatzleitung bis zur Einsatzabschnittsleitung Flugdienst und Vegetationsbrandbekämpfung – ein anspruchsvolles Einsatzszenario gemeinsam abarbeiteten. Dabei konnten die zuvor vermittelten Inhalte unmittelbar angewendet und vertieft werden.
Begleitet wurden die Ausbildungstage von Sachgebietsleiter Jörg Degenhart und Ausbilder Michael Huber. Ihr Dank gilt allen Mitgliedern des Sachgebiets Vegetationsbrandbekämpfung und Flugdienst für die engagierte Mitarbeit, den wertvollen Erfahrungsaustausch und die ausgezeichnete kameradschaftliche Zusammenarbeit.





