Frauen aus Feuerwehr, Polizei, Wasserrettung, Bergrettung und Rotem Kreuz tauschen nicht nur Erfahrungen aus – sie werfen auch einen Blick hinter die Kulissen der jeweils anderen Organisationen. Mit „Ladies First – Frauen stark im Dienst“ entstand in Schwaz ein einzigartiges Projekt von Frauen für Frauen, das Vernetzung, Teamgeist und spannende Einblicke in die Welt der Einsatzorganisationen verbindet. Nach der Idee vor rund zwei Jahren war es vergangenes Wochenende so weit.
„Männer sind oft in mehreren Organisationen tätig und dadurch automatisch besser vernetzt. Für Frauen gibt es solche Möglichkeiten oft noch zu wenig – genau das wollten wir ändern“, erklärt das Organisationsteam, bestehend aus Magdalena Bichler (Feuerwehr), Diana Fankhauser (Wasserrettung), Claudia Hellweger (Polizei) und Nathalie Spitaler (Roten Kreuz).
Ganz nach dem Motto „Von Frauen für Frauen“ wurde bewusst ein rein weibliches Organisationsteam zusammengestellt. „Uns war wichtig, einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem Frauen ohne Druck Neues ausprobieren können“, betont Magdalena Bichler.
Nach zahlreichen Sitzungen, Planungen und auch einigen Herausforderungen entstand schließlich ein abwechslungsreiches 1,5-tägiges Event.
Austausch, Mentaltraining und praktische Einblicke
Der Start erfolgte am Freitag mit einem gemeinsamen Get-together in der Bezirksstelle des Roten Kreuzes Schwaz. Neben kurzen Vorstellungen der Organisationen erwartet die Teilnehmerinnen ein Vortrag der Polizei sowie ein Mentaltraining zum Umgang mit belastenden Einsätzen. „Mentale Stärke und gegenseitige Unterstützung sind im Einsatzalltag enorm wichtig“, sagt Claudia Hellweger. Im Mittelpunkt des Abends steht aber vor allem das gegenseitige Kennenlernen.
Am Samstag durften die Teilnehmerinnen selbst aktiv werden und die verschiedenen Organisationen hautnah erleben. Vorgestellt wurden unter anderem Rettungswagen, Drehleiter, Polizeiboot, Wasserrettungs-Techniken, Erste Hilfe sowie Bergrettungs- und Seiltechnik und vieles mehr. Ein spezielles Highlight war der Löschtrainer der Betriebsfeuerwehr Sandoz. Dort konnte echtes Feuer gelöscht werden – denn der erste Löschangriff kann entscheidend sein.
„Wir möchten Frauen die Möglichkeit geben, ohne Scheu und Vorurteile Neues auszuprobieren und Einblicke in andere Organisationen zu erhalten. Am Wichtigsten ist uns aber das gegenseitige Kennenlernen für kommende Einsätze“, erklärt Diana Fankhauser.
Unterstützung aller Organisationen
„Mit unserer Idee sind wir bei allen Organisationen auf offene Ohren gestoßen und haben große Unterstützung erfahren – was uns ganz besonders freut! Dafür ein Danke an alle Beteiligten – von den Führungskräften bis hin zu den zahlreichen Helferinnen und Helfern“ bedankt sich Nathalie Spitaler. Auch für die Verpflegung war bestens gesorgt. Eine sehr gelungene Veranstaltung.
Mit „Ladies First – Frauen stark im Dienst“ setzen die beteiligten Organisationen ein starkes Zeichen für Vernetzung, Zusammenhalt und die Sichtbarkeit von Frauen im Einsatzwesen.
Bilder: Rotes Kreuz Schwaz



