Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im Bezirk Lienz werden die Einsatzkarten und Einsatzpläne Waldbrand künftig in ganz Tirol umgesetzt. Bei einem gemeinsamen Webinar am 20. Oktober 2026 informierten der Landes-Feuerwehrverband Tirol und das Land Tirol über das Projekt, die weitere Vorgehensweise und die Aufgaben der beteiligten Stellen.
Ein Waldbrandeinsatz stellt die Einsatzkräfte oftmals vor besondere Herausforderungen. Schwieriges Gelände, eingeschränkte Zufahrtsmöglichkeiten und die Organisation der Löschwasserversorgung erfordern eine sorgfältige Vorbereitung. Genau hier setzen die Einsatzkarten und Einsatzpläne Waldbrand an: Sie bündeln wichtige Informationen und schaffen damit eine gemeinsame Grundlage für die Einsatzplanung und die Zusammenarbeit im Ernstfall.
Nach dem erfolgreichen Projektstart in Osttirol wird das gemeinsam vom Landes-Feuerwehrverband Tirol, der Landesforstdirektion und dem Land Tirol vorangetriebene Projekt nun auf das gesamte Bundesland ausgeweitet.
Gemeinsame Vorbereitung als Schlüssel zum Erfolg
Im Rahmen des Webinars, das live aus dem Studio122 des Landes-Feuerwehrverbandes Tirol übertragen wurde, standen die praktische Erstellung und Anwendung der Einsatzkarten und Einsatzpläne sowie die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Beteiligten im Mittelpunkt.
Landes-Feuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter, Landes-Feuerwehrinspektor Ing. Rene Staudacher, DI Hans-Peter Jauk von der Abteilung Waldschutz des Landes Tirol, Thomas Geiler, MSc, vom Landeswarn- und Lagezentrum Tirol sowie Jörg Degenhart, Sachgebietsleiter Vegetationsbrandbekämpfung und Flugdienst des LFV Tirol, beleuchteten das Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven.
Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, Gemeinden und Forstorganen. Durch die gemeinsame Erarbeitung der Einsatzkarten und Einsatzpläne sollen vorhandenes Wissen und örtliche Besonderheiten bereits im Vorfeld erfasst werden, um im Einsatzfall rasch darauf zurückgreifen zu können.
Mit der tirolweiten Umsetzung wird damit ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Vorbereitung auf Wald- und Vegetationsbrände gesetzt.
Webinar zum Nachsehen
Für alle, die beim Webinar nicht live dabei sein konnten oder sich nochmals mit den vorgestellten Inhalten beschäftigen möchten, steht hier der Link zur Veranstaltung zur Verfügung.