Gerade in den Sommermonaten erreichen die Tiroler Feuerwehren Anfragen zur Entfernung von Wespen- oder Hornissennestern. Wespen, Hornissen und andere Insekten sind ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems und sollten daher nicht ohne entsprechenden Grund bekämpft oder vernichtet werden. Die Entfernung bzw. Bekämpfung von Wespen- oder Hornissennestern gehört daher grundsätzlich nicht zum regulären Aufgabenbereich der Feuerwehren.
Besorgten Bürgerinnen und Bürgern ist daher grundsätzlich zu empfehlen, sich zunächst an einen professionellen Schädlingsbekämpfungsbetrieb bzw. einen entsprechenden Fachbetrieb zu wenden. Dieser kann die Situation fachkundig beurteilen und die weitere Vorgehensweise festlegen. Sollte es sich um einen Bienenschwarm handeln kann dieser durch einen ausgebildeten Imker umgesiedelt werden.
Lediglich in begründeten Ausnahme- bzw. Einzelfällen und nach entsprechender Beurteilung der Situation kann ein Tätigwerden der Feuerwehr gerechtfertigt sein. Voraussetzung dafür sind insbesondere eine unmittelbare Gefährdung von Personen sowie die entsprechende Ausrüstung und Möglichkeit der jeweiligen Feuerwehr.
Ist ein Eingreifen notwendig, sollte – soweit dies möglich und vertretbar ist – eine schonende Entfernung bzw. Umsiedlung der Tiere einer Vernichtung vorgezogen werden.
Viele Tiroler Feuerwehren verweisen bei entsprechenden Anfragen bereits auf befugte Fachbetriebe. Diese Vorgehensweise kann auch bei der Leitstelle Tirol hinterlegt werden und wird bei der Bearbeitung entsprechender Anfragen berücksichtigt.
Nicht jedes Wespennest stellt eine unmittelbare Gefahr dar. Besteht keine konkrete Gefährdung, ist die Beurteilung und gegebenenfalls Entfernung durch einen entsprechenden Fachbetrieb der richtige Weg.