Am 12. und 13. März fand an der Landes-Feuerwehrschule Tirol in Telfs ein bundesländerübergreifendes Führungsseminar der Österreichischen Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie (ÖFKAD) statt. Zahlreiche höhere Feuerwehrführungskräfte aus Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, dem Burgenland und Südtirol nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Weiterbildung.
Im Mittelpunkt des Seminars stand der Themenfokus „Führen über Generationen hinweg“. Die beiden Hauptorganisatoren BFR Klaus Tschabuschnig (Leiter der ÖFKAD und des Referates 5 „Einsatz und Ausbildung“ des ÖBFV) und BFI Martin Kisser vom LFV Vorarlberg setzten sich zum Ziel, das Verständnis für unterschiedliche Generationen, deren Werte und Erwartungen sowie die daraus entstehenden Chancen und Herausforderungen im Feuerwehrwesen zu vertiefen. Gleichzeitig wurden praxisnahe Ansätze erarbeitet, wie Führungskräfte mit den Veränderungen im Ehrenamt umgehen und Ortsfeuerwehrkommandanten bestmöglich unterstützen können.
Nach der Begrüßung und Einführung in das Thema durch Vertreter der ÖFKAD folgten Fachimpulse und interaktive Programmpunkte. Unter anderem beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Frage, wie unterschiedliche Generationen denken und handeln und welche Auswirkungen dies auf das Führungsverhalten im Feuerwehrwesen hat. Ergänzt wurden die Vorträge durch Gruppenarbeiten, in denen Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Führungsleitlinien für die Praxis erarbeitet wurden.












Besonders wertvoll war auch der Blick über den Tellerrand: Mag. Lisa Gruber, Personalabteilungsleiterin der TIWAG, brachte einen Impuls aus der Wirtschaft ein und zeigte auf, wie Führung in generationenübergreifenden Teams in Unternehmen gestaltet wird. Ergänzt wurde das Programm durch einen Vortrag des Zukunftsforschers Dr. Klaus Kofler, der sich mit zukünftigen Entwicklungen und deren Bedeutung für Führung und Organisation beschäftigte. Darüber hinaus stellte BAss Thomas Brugger die Ergebnisse seiner Masterarbeit zum Thema „Erfahrungswissen wirksam nutzen“ vor und zeigte auf, wie das Wissen und die Erfahrungen langjähriger Feuerwehrmitglieder gezielt gesichert und für kommende Generationen nutzbar gemacht werden können.
Der zweite Seminartag stand im Zeichen des Transfers in die Praxis. Dabei wurden Strategien erarbeitet, wie Erfahrungswissen besser genutzt werden kann und welche Unterstützungsmaßnahmen Ortsfeuerwehrkommandanten im Umgang mit generationenübergreifenden Teams helfen können. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Resümee der anwesenden Landesfeuerwehrkommandanten sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.
Das Seminar bot den Teilnehmern eine wertvolle Plattform für den Austausch über Landesgrenzen hinweg und lieferte zahlreiche Impulse für die zukünftige Führungsarbeit im Feuerwehrwesen.
Unsere Feuerwehren stehen vor der Herausforderung, Menschen aus unterschiedlichen Generationen gemeinsam für das Ehrenamt zu begeistern und erfolgreich zu führen. Seminare wie dieses bieten eine wertvolle Möglichkeit, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und wichtige Impulse für die Führungsarbeit in unseren Feuerwehren mitzunehmen.
LBD Jakob Unterladstätter






























