Landes-Katastrophenübung - OLEX26

Dichter Rauch über alpinem Gelände, mehrere Hubschrauber im Rettungseinsatz, Lawinenbergungen unter extremen Bedingungen und laufende Lagebesprechungen in den Einsatzstäben: Mit der bundesländerübergreifenden Katastrophenschutzübung OLEX.26 haben die Länder Tirol und Salzburg gemeinsam mit den Einsatzorganisationen die Zusammenarbeit im Ernstfall geübt. Zwei Tage lang wurde ein forderndes und dynamisches Szenario beübt – mit klarem Fokus auf Zusammenarbeit, Führungsfähigkeit und abgestimmte Kommunikation. Insgesamt 300 Personen – rund 100 MitarbeiterInnen der Behörden sowie 200 Angehörige der Einsatzorganisationen – haben an der Übung mitgewirkt. Neben den Ländern übten bei der Katastrophenschutzübung auch Alpinpolizei, Bundesheer, Bergrettung, Rotes Kreuzes und Feuerwehr. Die Bilanz fällt sehr positiv aus.

Bereits seit Mittwoch übten die Einsatzstäbe in Tirol und Salzburg. Ausgangspunkt war ein fiktives Extremwetterszenario mit massiven Schneefällen – zu meistern waren mitunter großflächige Stromausfälle, gesperrte Verkehrswege, abgeschnittene Gemeinden, gestrandete Gäste und akute Lawinengefahr. Die Übung war an das Extremwetterereignis im Winter 2019 angelehnt. Ziel war es, die länderübergreifende Abstimmung in einer eskalierenden Lage zu trainieren. Laufend eingespielte neue Entwicklungen verlangten rasche Entscheidungen, klare Prioritätensetzungen und eine präzise Kommunikation nach innen und außen. Seitens der Tiroler Feuerwehren wurde hier ein Verbindungsoffizier des Landes-Feuerwehrverbandes in den Stab entsendet.

Fordernde Realübung am TÜPL Hochfilzen

Am Freitag, den 06. März, fand am Truppenübungsplatz Hochfilzen eine umfangreiche Realübung im Rahmen der OLEX26 statt. Ziel der groß angelegten Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen bei einem komplexen Schadensereignis zu trainieren.

Unter den zahlreichen anwesenden politischen Vertretern befanden sich unter anderem Innenminister Gerhard Karner, der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler sowie Sicherheitslandesrätin Astrid Mair. Ebenfalls vor Ort waren Landes-Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Hannes Mayr sowie Landes-Feuerwehrinspektor Rene Staudacher, Bezirksfeuerwehrinspektor Bernhard Geisler und Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Schroll.

Aufgabe der Feuerwehr im Übungsszenario war es, ein verunfalltes Hubschrauberwrack zu sichern, die verletzte Person aus dem Wrack zu befreien und diese anschließend zur weiteren Versorgung an den Notarzthubschrauber zu übergeben. Dabei standen vor allem die technische Rettung sowie die sichere Zusammenarbeit mit den Luftrettungskräften im Fokus.

Insgesamt waren bei der Übung fünf Hubschrauber sowie zahlreiche Einsatzorganisationen beteiligt. Die Übung bot eine wertvolle Gelegenheit, Abläufe im Katastrophenfall realitätsnah zu trainieren und die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen und auch über die Ländergrenzen hinweg weiter zu stärken.

An der Übung beteiligten sich folgende Feuerwehren:

  • Freiwillige Feuerwehr Hochfilzen
  • Freiwillige Feuerwehr Fieberbrunn
  • Freiwillige Feuerwehr Leogang
  • Freiwillige Feuerwehr Saalfelden

Zusätzlich war der Flugdienst des Bezirksfeuerwehrverbandes Kitzbühel in die Übung eingebunden.

Bilder: Thomas Mair (BFV-Kitzbühel), Konrad Pölzl (Land Tirol)

Bildergalerie:

20260306 OLEX26 (c) Thomas Mair sen.
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